Hinter der Bühne
- Silvia Meck

- 23. Feb.
- 1 Min. Lesezeit
Hinter der Bühne wächst die Tat,

unsichtbar, still, ohne Grat.
Die Hände, die das Werk bereiten,
die Köpfe, die die Wege leiten,
sehen kaum die Augen der Welt,
deren Lob oft nur der Schein bestellt.
Masken blitzen im grellen Licht,
Spiegel täuschen, verstellen Sicht,
die Bühne glänzt, die Namen groß,
doch wer wirklich trägt, bleibt namenlos.
Die leise Kraft zeigt sich im Tun,
und wächst beständig gänzlich ohne Ruhm.
Wer im Schatten stetig wirkt,
nicht nur auf Ruhm und Glanz markiert,
prägt die Welt, auch unsichtbar,
bleibt fest im Kern, unantastbar klar.
Wie Wurzeln tief im dunklen Grund,
trägt seine Kraft die Zeit gesund.
Doch es bleibt ein Spiel von Licht und Schein,
von Eitelkeit und Machtgestein.
Wer leise Fundamente setzt,
wird nicht nach flüchtigem Applaus ersetzt.
Nur was in Tiefe Wurzeln schlägt,
trägt Kronen, die kein Sturm verweht.
Wer im Stillen stetig schafft,
trägt Welten in der eignen Kraft.
Sein Wirken leuchtet, unverstellt,
ein Licht, das Zeit und Raum erhellt.
So wächst aus Schatten, ganz allein,
die Stärke, die bleibt, tief und rein.
© Silvia Meck, 23. Februar 2026




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